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Thermoelement-Farbcodes und Kennzeichnung
Farbkennzeichnung und Grenzabweichungen von Thermo- und Ausgleichsleitungen
Thermo- und Ausgleichsleitungen verbinden das Thermopaar elektrisch mit der Vergleichsstelle, wenn die Schenkel des Thermopaares nicht direkt bis zur Vergleichsstelle geführt werden. Thermoleitungen werden mit dem nachgestellten Kennbuchstaben X bezeichnet, zum Beispiel KX. Sie bestehen aus Werkstoffen mit gleicher Nennzusammensetzung wie das zugehörige Thermopaar. Ausgleichsleitungen werden mit dem nachgestellten Kennbuchstaben C bezeichnet, zum Beispiel KCB. Sie bestehen aus Ersatzwerkstoffen und dürfen nur innerhalb des jeweils angegebenen Einsatztemperaturbereichs der Leitung verwendet werden.
Normhinweis: Die folgende Übersicht basiert auf der Herstellerübersicht zu DIN EN 60584-3:2008 bzw. IEC 60584-3:2007. Bei normkritischen Anwendungen, sicherheitsrelevanten Anlagen, Altanlagen oder Sondertypen sollte immer der konkrete Normstand, das Datenblatt und die Kennzeichnung der gelieferten Leitung geprüft werden.
Lesehilfe: In jeder Farbzelle stehen drei Felder in fester Reihenfolge: Mantel, Pluspol (+), Minuspol (-).
Farbcode und Grenzabweichungen nach DIN EN 60584-3:2008 / IEC 60584-3:2007
Im IEC-/EN-Farbcode ist der Minusleiter weiß gekennzeichnet. Plusleiter und Außenmantel tragen die Kennfarbe des Thermoelement-Typs. Für eigensichere Stromkreise wird in der Herstellerübersicht ein blauer Außenmantel dargestellt; der Typ muss dann eindeutig über Kennzeichnung, Aufdruck oder Dokumentation zugeordnet werden.
| Typ | Leitung | Leitungsart | Farbcode (Mantel / + / -) | Klasse 1 | Klasse 2 | Einsatztemp. Leitung | max. Messstelle | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| K | KX | Thermoleitung | ±1,5 °C (±60 µV) | ±2,5 °C (±100 µV) | -25 bis +200 °C | 900 °C | Gleiche Nennzusammensetzung wie Typ-K-Thermopaar; dadurch geringere zusätzliche Fehlerquellen beim Anschluss. | |
| K | KCA | Ausgleichsleitung | ±1,5 °C (±60 µV) | ±2,5 °C (±100 µV) | 0 bis +200 °C | 900 °C | Nach Herstellerübersicht nicht sehr verbreitet und nicht mit KCB zu verwechseln. | |
| K | KCB | Ausgleichsleitung | ±1,5 °C (±60 µV) | ±2,5 °C (±100 µV) | 0 bis +100 °C | 900 °C | Häufig verwendete kostengünstige Ausgleichsleitung mit positivem Leiter aus Kupfer und negativem Leiter aus Kupfer-Nickel. Nur im angegebenen Umgebungstemperaturbereich einsetzen. | |
| T | TX | Thermoleitung | ±0,5 °C (±30 µV) | ±1,0 °C (±60 µV) | -25 bis +100 °C | 300 °C | Für Typ T sind nach DIN EN 60584-3:2008 keine Ausgleichsleitungen vorgesehen. | |
| J | JX | Thermoleitung | ±1,5 °C (±85 µV) | ±2,5 °C (±140 µV) | -25 bis +200 °C | 500 °C | Für Typ J sind nach DIN EN 60584-3:2008 keine Ausgleichsleitungen vorgesehen. | |
| E | EX | Thermoleitung | ±1,5 °C (±120 µV) | ±2,5 °C (±200 µV) | -25 bis +200 °C | 500 °C | Für Typ E sind in der Herstellerübersicht keine Ausgleichsleitungen angegeben. | |
| N | NX | Thermoleitung | ±1,5 °C (±60 µV) | ±2,5 °C (±100 µV) | -25 bis +200 °C | 900 °C | Gleiche Nennzusammensetzung wie Typ-N-Thermopaar. | |
| N | NC | Ausgleichsleitung | ±1,5 °C (±60 µV) | ±2,5 °C (±100 µV) | 0 bis +200 °C | 900 °C | Als Ausgleichsleitung für Typ N vorgesehen; Verfügbarkeit und Eignung sollten im konkreten Anwendungsfall geprüft werden. | |
| R | RCA | Ausgleichsleitung | ±1,5 °C (±20 µV) | ±2,5 °C (±30 µV) | 0 bis +100 °C | 1000 °C | Für Typ R bei Einsatztemperaturen der Leitung unterhalb von 100 °C. | |
| R | RCB | Ausgleichsleitung | ±2,5 °C (±30 µV) | ±5,0 °C (±60 µV) | 0 bis +200 °C | 1000 °C | Für Typ R bei Einsatztemperaturen der Leitung unterhalb von 200 °C; geringere Messgenauigkeit als RCA. | |
| S | SCA | Ausgleichsleitung | ±1,5 °C (±20 µV) | ±2,5 °C (±30 µV) | 0 bis +100 °C | 1000 °C | Für Typ S bei Einsatztemperaturen der Leitung unterhalb von 100 °C; gleiche Werkstoffe wie RCA. | |
| S | SCB | Ausgleichsleitung | ±2,5 °C (±30 µV) | ±5,0 °C (±60 µV) | 0 bis +200 °C | 1000 °C | Für Typ S bei Einsatztemperaturen der Leitung unterhalb von 200 °C; geringere Messgenauigkeit als SCA. | |
| B | BC | Ausgleichsleitung | - | - | 0 bis +100 °C | 1400 °C | Keine Klasse-1-/Klasse-2-Differenzierung in der Herstellerübersicht. Grenzabweichung: ±40 µV bzw. ca. ±3,5 °C bei einer Messstellentemperatur von 1400 °C. |
Historische deutsche Sondertypen nach DIN 43710: Typ L (Fe-CuNi) und Typ U (Cu-CuNi). Die zugehörigen Thermospannungen und Grenzabweichungen beziehen sich auf die im April 1994 zurückgezogene DIN 43710. Diese Typen sind nicht in DIN EN 60584-3:2008 bzw. IEC 60584-3:2007 aufgenommen und begegnen vor allem an Altanlagen.
Farbsysteme im Vergleich (Auswahl nationaler und internationaler Systeme)
Je nach Norm und Herkunftsland kann ein anderes Kennzeichnungssystem verwendet worden sein. Besonders kritisch ist die Polung: Bei älteren nationalen Farbsystemen kann die Kennfarbe nicht dieselbe Bedeutung haben wie im IEC-/EN-System.
| Norm / System | Grundlogik | Beispiel Typ K (Mantel / + / -) | Einordnung |
|---|---|---|---|
| DIN EN 60584-3 / IEC 60584-3 | Minuspol weiß, Pluspol typabhängig, Mantel typabhängig | Heute übliches IEC-/EN-System. Für eigensichere Stromkreise: blauer Mantel mit eindeutiger Typkennzeichnung. | |
| Deutschland, ehemalige nationale Kennzeichnung nach DIN 43713:1991 | Pluspol rot, Minuspol typabhängig | Historisches deutsches System. Nicht mit der IEC-/EN-Polungslogik verwechseln. | |
| BS 1843 | Älteres britisches System mit typabhängigen Farben | Historische britische Kennzeichnung; heute durch BS EN / IEC-System ersetzt. | |
| ANSI MC96.1 | Minuspol rot, Pluspol typabhängig | USA nach ANSI MC96.1. | |
| NF C 42-324 | Historisches französisches Farbsystem | Im Einzelfall anhand der konkreten Leitung, Herstellerunterlage oder Altanlagen-Dokumentation prüfen. | In der Praxis vor allem bei älteren Anlagen relevant. |
| JIS C 1610-1981 | Pluspol rot, Minuspol weiß | Japanisches Kennzeichnungssystem nach Herstellerübersicht. |
Wichtiger Praxis-Hinweis: Beim Mischen von Leitungen unterschiedlicher Normen droht eine vertauschte Polung. Beispiel Typ K: Im IEC-/EN-System ist Grün der Plusleiter und Weiß der Minusleiter. In der ehemaligen deutschen Kennzeichnung ist Rot der Plusleiter und Grün der Minusleiter. Im Zweifel immer Typ, Norm, Aufdruck, Datenblatt und die tatsächliche Polung prüfen.
Sie sind unsicher bei der Farbcodierung Ihrer Leitungen? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl normkonformer Thermo- und Ausgleichsleitungen und prüfen mit Ihnen, welche Kennzeichnung, Leitungsart und Einsatztemperatur zu Ihrer Anwendung passt.
Grün, gelb oder rot? Wer Thermoleitungen aus verschiedenen Ländern mischt, verwechselt schnell Plus und Minus oder gar den Typ. Dieser Beitrag ordnet die drei großen Normsysteme und zeigt, woran Sie Typ und Polung sicher erkennen.
Farbcodierung von Thermoelementen richtig erkennen
Die Thermoelement Farbcodierung verrät auf einen Blick, um welchen Typ es sich handelt und welcher Leiter der Pluspol ist. Genau hier lauert jedoch eine Falle, denn Europa, die USA und das alte deutsche System ordnen die Farben unterschiedlich zu. Wer Leitungen oder Stecker aus verschiedenen Normen mischt, vertauscht schnell die Polung und misst falsch. Schon ein vertauschter Anschluss kann mehrere Grad Abweichung verursachen, ohne dass ein Defekt vorliegt. In diesem Beitrag erklären wir die Kennzeichnung nach IEC 60584-3, ANSI und DIN, zeigen die wichtigsten Unterschiede und geben Ihnen einen einfachen Merksatz für die Praxis an die Hand.
Was die Thermoelement Farbcodierung aussagt
Die Thermoelement Farbcodierung erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig. Sie kennzeichnet den Typ des Sensors und unterscheidet den Plus- vom Minuspol. Schon die Farbe von Mantel und Adern liefert damit die wichtigsten Informationen, ohne dass Sie messen müssen. Diese doppelte Funktion macht die Farbe zum schnellsten Prüfmerkmal im Feld.
Die Kennzeichnung betrifft nicht nur den Fühler selbst, sondern auch Thermoleitung, Ausgleichsleitung und Steckverbinder. Nur wenn alle Komponenten zueinander passen, bleibt die Messkette korrekt gepolt. Häufig ist die Farbe direkt auf die Aderisolierung und den Stecker aufgebracht, manchmal zusätzlich als Aufdruck auf dem Mantel. Eine vertauschte Ader führt sonst zu einem Messfehler, der oft erst spät auffällt. Gerade in gewachsenen Anlagen mit Komponenten mehrerer Hersteller zahlt sich eine einheitliche Kennzeichnung besonders aus.
Warum die Farbe über Typ und Polung entscheidet
Verbinden Sie versehentlich Plus mit Minus, addiert sich die Thermospannung nicht, sondern hebt sich teilweise auf. Die angezeigte Temperatur weicht dann deutlich ab. Deshalb sind Thermoelemente und ihre Leitungen genormt farbig markiert. Eine eindeutige Kennzeichnung schützt damit direkt vor teuren Fehlanschlüssen.
IEC 60584-3, ANSI und DIN 43710 im Überblick
Drei Normsysteme prägen die Farbcodierung. In Europa gilt IEC 60584-3, die mit der britischen BS EN 60584-3 identisch ist. In den USA und in Australien sind die Farben nach ANSI MC96.1 und ASTM E230 üblich.
In Deutschland war bis in die 1990er Jahre die DIN 43710 maßgeblich. Sie wurde im April 1994 zurückgezogen und durch die IEC-Norm abgelöst. An Altanlagen begegnet Ihnen das alte Schema aber bis heute. Dass es überhaupt mehrere Systeme gibt, hat historische Gründe, denn die Regionen normten ihre Kennzeichnung unabhängig voneinander. Gerade bei importierten Maschinen oder international beschafften Ersatzteilen treffen sie im selben Schaltschrank aufeinander.
Welche Norm wo gilt
Der größte praktische Unterschied steckt in der Farbe des Minuspols. Die folgende Übersicht zeigt die Grundregel je Norm:
| Norm | Minuspol | Pluspol |
|---|---|---|
| IEC 60584-3 | weiß | Kennfarbe (Typ K grün) |
| ANSI MC96.1 und ASTM E230 | rot | je Typ verschieden |
| DIN 43714 (historisch) | Kennfarbe (Typ K grün) | rot |
Schon diese Regel verhindert die meisten Verwechslungen, sobald Sie die Herkunft einer Leitung kennen. Im internationalen Anlagenbau lohnt es sich daher, die verwendete Norm von Anfang an festzulegen.
Farbcodierung nach IEC 60584-3
Nach IEC 60584-3 ist der Minuspol bei jedem Typ weiß. Der Pluspol und der Außenmantel tragen die Kennfarbe des jeweiligen Typs. Diese klare Regel macht die europäische Kennzeichnung gut lesbar. IEC 60584-3 regelt dabei vor allem die Thermo- und Ausgleichsleitungen samt ihrer Kennzeichnung, sodass Fühler und Leitung optisch zusammenpassen.
Die Kennfarben der gängigen Typen sind eindeutig festgelegt:
- Typ K grün
- Typ J schwarz
- Typ T braun
- Typ N rosa
- Typ E violett
- Typ R und S orange
- Typ B grau
Da die britische BS EN 60584-3 identisch ist, gilt diese Farbcodierung praktisch in ganz Europa. Eine Leitung mit weißem Minusleiter stammt also fast immer aus dem IEC-Raum. Wichtig ist, dass Weiß hier konsequent für den Minuspol steht, unabhängig vom Thermoelementtyp. Diese Konsequenz erleichtert die Identifikation im Schaltschrank erheblich.
Farbcodierung nach ANSI MC96.1 und ASTM E230
In den USA folgt die Kennzeichnung der ANSI MC96.1, die inhaltlich mit der ASTM E230 übereinstimmt. Hier ist der Minuspol bei jedem Typ rot. Der Außenmantel trägt die Kennfarbe des Typs.
Wichtig ist, dass die Kennfarben anders verteilt sind als nach IEC. Die gängigen Typen tragen folgende Mantelfarben:
- Typ K gelb
- Typ J schwarz
- Typ T blau
- Typ N orange
- Typ E violett
- Typ R und S grün
- Typ B grau
Auffällig ist Typ K. Was in Europa grün ist, erscheint nach ANSI gelb. Die positiven Adern unterscheiden sich zusätzlich je Typ, etwa Gelb bei Typ K oder Blau bei Typ T. Ein roter Minusleiter ist das sichere Zeichen für eine Leitung nach amerikanischer Norm. So lässt sich die Norm einer unbekannten Leitung in Sekunden bestimmen.
DIN 43710 und die alte deutsche Kennzeichnung
Die DIN 43710 lieferte die Grundwerte der deutschen Sondertypen und wurde im April 1994 zurückgezogen. Den zugehörigen Farbcode regelte die DIN 43714. Beide Normen tauchen bei älteren Anlagen bis heute auf.
Typ L und Typ U als deutsche Sonderfälle
Die DIN kannte zwei eigene Typen. Typ L (Fe-CuNi) ähnelt dem heutigen Typ J, Typ U (Cu-CuNi) dem Typ T, jeweils mit leicht abweichender Kennlinie. Verwechseln Sie ein altes Typ-L-Element mit Typ J, entsteht ein systematischer Messfehler. Optisch lassen sich beide kaum unterscheiden, weshalb die Dokumentation der Anlage entscheidend ist. Da die Typen L und U seit 1994 nicht mehr genormt sind, empfiehlt sich beim Ersatz die Umstellung auf die heutigen Typen J und T.
Beim Farbcode gilt die umgekehrte Logik. Der Pluspol ist rot, der Minuspol und der Mantel tragen die Kennfarbe des Typs. Typ K erscheint grün, Typ L blau und Typ U braun. Genau diese Umkehrung sorgt beim Mischen alter und neuer Leitungen für Verwirrung.
IEC, ANSI und DIN im direkten Vergleich
Der direkte Vergleich macht die Stolperfallen sichtbar. Während der Minuspol nach IEC weiß und nach ANSI rot ist, kennzeichnet die alte DIN 43714 ausgerechnet den Pluspol rot. Dieselbe Farbe bedeutet also je nach Norm das Gegenteil. Diese Doppeldeutigkeit der Farbe Rot ist die größte Quelle für Anschlussfehler. Schon ein einzelnes falsch gepoltes Verbindungsstück verfälscht die gesamte Messkette.
Besonders deutlich wird das bei Typ K. Die folgende Tabelle stellt die beiden heute relevanten Systeme gegenüber:
| Typ | IEC Mantel | IEC Minus | ANSI Mantel | ANSI Minus |
|---|---|---|---|---|
| Typ K | grün | weiß | gelb | rot |
| Typ J | schwarz | weiß | schwarz | rot |
| Typ T | braun | weiß | blau | rot |
| Typ N | rosa | weiß | orange | rot |
| Typ E | violett | weiß | violett | rot |
Für eine durchgängige Messkette sollten Sie Ausgleichsleitungen und Stecker immer in derselben Norm wählen wie das Thermoelement.
Die häufigste Verwechslung von Plus und Minus
Am gefährlichsten ist Typ K mit grüner Ader. Nach IEC ist Grün der Pluspol, nach DIN 43714 der Minuspol. Wer eine alte deutsche Leitung an ein modernes Gerät anschließt, kann so unbemerkt die Polung drehen. Praktisch erkennen Sie die richtige Polung daran, dass die angezeigte Temperatur bei Erwärmung der Messstelle steigt. Sinkt der Wert stattdessen, sind Plus und Minus vertauscht. Diese kurze Kontrolle ersetzt jede Rätselei über die Farbe.
Farbcodierung an Stecker, Thermoleitung und Ausgleichsleitung von Therma
Bei der Therma GmbH kennzeichnen wir alle Komponenten normkonform und liefern Fühler, Leitungen und Stecker farblich abgestimmt aus einer Hand. So vermeiden Sie Brüche in der Kennzeichnung über die gesamte Messkette. Seit über 30 Jahren fertigen wir in 100% Handarbeit in Lindlar, geprüft nach ISO 9001. Auf Wunsch liefern wir ein Werkszeugnis, das Typ und Norm dokumentiert.
Passende Steckverbindungen und Leitungen erhalten Sie für IEC ebenso wie für ältere Anlagen nach deutschem Schema. Auf Wunsch konfektionieren wir die Leitung thermospannungsfrei in der gewünschten Norm, sodass die Farblogik vom Fühler bis zum Anschluss durchgängig bleibt.
Sind Sie unsicher, welche Farbcodierung zu Ihrer Anlage passt, beraten wir Sie persönlich. Wir prüfen Typ, Norm und Polung und liefern direkt vom Hersteller mit kurzer Lieferzeit.
Häufige Fragen zur Thermoelement Farbcodierung
Welche Farbe hat der Minuspol bei einem Thermoelement?
Das hängt von der Norm ab. Nach IEC 60584-3 ist der Minuspol weiß, nach ANSI MC96.1 und ASTM E230 rot. Nach der alten DIN 43714 trägt dagegen der Pluspol die Farbe Rot. Mischen Sie die Systeme nicht, sonst ist die Polung nicht mehr eindeutig zu erkennen.
Welche Farbe hat ein Thermoelement Typ K?
Nach IEC ist Typ K grün, mit grünem Pluspol und weißem Minuspol. Nach ANSI ist der Mantel gelb mit rotem Minuspol. Die Kennfarbe Grün bezieht sich also je nach Norm auf einen anderen Pol.
Warum ist der Minuspol in den USA rot und in Europa weiß?
Das liegt an unterschiedlichen Normfestlegungen. ANSI und ASTM definieren Rot einheitlich als Minuspol, IEC dagegen Weiß. Beim Übergang zwischen den Regionen müssen Sie die Polung daher bewusst prüfen, statt sich allein auf die Farbe zu verlassen.
Gilt DIN 43710 noch?
Nein, DIN 43710 wurde im April 1994 zurückgezogen und durch DIN EN 60584 ersetzt. Leitungen nach dem alten Farbschema DIN 43714 werden für Altanlagen aber weiterhin gefertigt.
Fazit
Die Thermoelement Farbcodierung ist nur dann eine echte Hilfe, wenn Sie die zugrunde liegende Norm kennen. Merken Sie sich die Pol-Regel. Der Minuspol ist weiß nach IEC und rot nach ANSI, während die alte DIN den Pluspol rot färbt. Typ K bleibt der klassische Stolperstein, weil Grün je nach Norm Plus oder Minus bedeutet. Wer Fühler, Leitung und Stecker konsequent in einer Norm hält, vermeidet vertauschte Polung und misst zuverlässig. Im Zweifel schafft eine kurze Kontrollmessung an der erwärmten Messstelle endgültig Sicherheit.